Die Würde des MenschSeins
Dieser Fachartikel wurde geschrieben am Dienstag, 29 Juni 2010. Alle Fachartikel von Veit Lindau
Kurzbeschreibung des Autors: Mensch, Autor, Coach und Seminarleiter.kein Kommentar
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Der Artikel 1 des Grundgesetztes lautet „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
Es gibt die Würde des Menschen und die muss verteidigt werden.
Es gibt die Würde des Seins und die kannst du nicht verteidigen, weil sie nicht angegriffen werden kann.
Was ist Würde?
Über unsere Würde entscheidet nicht Erfolg oder Misserfolg.
Unsere Würde ist nicht durch die Handlungen anderer Menschen verletzbar, auch wenn unser Geist uns dies glauben macht.
Unsere Würde ist ein innerer Raum – kein Zustand, der kommt und geht.
Ein innerer Raum, der doch von so vielen von uns viel zu selten betreten und erfahren wird.
Weil wir nach wie vor unsere Würde zu oft in der falschen Richtung suchen.
Im Blick eines anderen.
In der Haltung unseres Körpers.
In den Wertevorstellungen unseres Geistes.
In den Errungenschaften des Lebens.
Würde ist nicht machbar.
Und Würde ist nicht nehmbar.
Würde ist.
Würde ist der Raum, der all unsere Erfahrungen von Kleinheit und Größe hält.
Würde ist die Bühne, auf dem sich das Drama unserer Heldenreise abspielt.
Unser Ich kann fallen. Es kann fehlen. Es kann sich lächerlich machen und vor Scham brennen.
Unser Körper kann benutzt, verletzt und missbraucht werden.
Unsere Gefühle können schmerzen und uns in den Abgrund der Ohnmacht ziehen.
Doch vor allem ist es unser Geist und nur unser Geist, der uns vorgaukeln kann, dass unsere Würde fragil und verletzbar ist.
Diese Illusion der Verletzung kann sich zu einem jahrzehntelangen Albtraum ausweiten – in dem wir verzweifelt versuchen, eine Größe und Würde zurückzugewinnen, die uns nie genommen wurde.
Diese Illusion kann aber auch in einer Sekunde durchschaut und losgelassen werden.
Die Würde des Ichs ist eine Illusion, da das Ich nicht existiert.
Diese Form der Würde ist antastbar und muss vom Leben erschüttert werden, damit wir realisieren dürfen, wer wir wirklich sind.
Die Würde des Selbst ist hier und jetzt.
Immer.
Es ist das stille und doch so laute Wissen, dass das Kommen und Gehen der Erfahrungen dich nicht wirklich berührt.
Würde ist nicht machbar.
Würde ist erfahrbar.
Wenn du auf dem scheinbar schmerzhaft brennenden Scheiterhaufen deiner Niederlagen aufhörst zu kämpfen
und nüchtern schaust, was wirklich verbrennen kann, erlebst du eine Überraschung.
Deine Konzepte können verbrennen.
Deine Vorstellung von dir kann verbrennen.
DU kannst nicht verbrennen.
DU bist.
DU bist, was bleibt, wenn alles Falsche verbrennt.
Steh still – inmitten deiner Niederlagen – und erfahre, was sich wirklich niederlegen will.
DU kannst nichts verlieren, denn DU hast nichts.
DU bist.
Unser Weg mag heute glorreich erscheinen und morgen peinlich.
Die Kulisse heute strahlend und morgen trüb.
Der Raum, in dem die Kulisse aufgebaut wird und sich der Weg offenbart, ist gestern, heute und morgen derselbe.
Würde ist die Erfahrung dieses Raumes.
Würde ist die Erfahrung, dass du just in diesem Augenblick genau so bist, wie das Leben dich wollte.
Vollkommen.
Würde ist die Erfahrung deiner Vollkommenheit unter allen Umständen.
Würde ist das 100% Verschmelzen mit dem Rhythmus deiner Evolution.
Würde lässt dich erkennen, wie makellos schön du bist.
JETZT.
IMMER.
Würde ist dein Zuhause.
Würde ist das Loslassen aller Urteile über dich selbst.
Das Verschmelzen des Beobachters mit dem SEIN.
Würde ist ein innerer Thron, den du nie verlassen hattest und um den du deshalb nicht kämpfen musst.
Wie nimmst du ihn mit deinem Bewusstsein wieder voll ein?
Werde still.
Ganz still.
Verschmelze mit diesem Augenblick.
Deine Würde ist unantastbar.
DU bist frei.
Gewidmet den Teilnehmern des One Experience, Juni 2010.
www.one.lifetrust.info
DU bist so schön!
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Kategorien: Erfolg > Inneres Gleichgewicht > Lebensquallität
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